| Hitzewelle in den Senioreneinrichtungen der Region | |
3 Fragen an
Christiane Rathgeb Fachtherapeutin für Hirnfunktionstraining,
Was müssen vor allem Senioren bei den anhaltenden hohen Termperaturen bei ihrem Trinkverhalten berücksichtigen? Besonders für die älteren Menschen sind die hochsommerlichen Temperaturen eine große Belastung. Ganz wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, übrigens für alle, nicht nur für Senioren. Notfalls müssen die älteren Menschen zum regelmässigen Trinken animiert werden, um Austrocknung entgegenzuwirken.
Wie wird in Pflegeeinrichtungen auf den veränderten Trinkbedarf der Bewohner reagiert? In unseren Einrichtungen geht derzeit täglich ein Fax des Deutschen Wetterdienstes ein, indem die gefühlten Temperaturen und Hitzewarnungen stehen. Frühmorgens informieren sich die Fachkräften, die dann die entsprechenden Massnahmen einleiten, wie zum Beispiel Schutzmassnahmen durch Rolläden, entsprechende Kleidung für die Senioren, leichtes Essen, viel Obst. Auch stehen Getränke wie verschiedene Teesorten und Mineralwasser unbegrenzt zur Verfügung. Fallabhängig wird ein Trinkprotokoll geführt, in dem genaustens dokumentiert wird, wer was und wie viel trinkt.
Empfehlen Sie den Einsatz von Ventilatoren oder weitere Maßnahmen? Auch wenn Ventilatoren kurzfristig eine Abkühlung bringen würden, sie sind aus mehreren Gründen nicht für den Einsatz bei Senioren geeignet. Zum Beispiel ist die Gefahr einer Lungenentzündung zu groß. Für unsere bettlägrigen Bewohner sorgen wir durch feuchte Tücher im Zimmer für eine angenehmere Luftfeuchtigkeit. Im Beschäftigungtherapeutischen Bereich wird in diesen Tagen vermehrt das Thema "Wasser" aufgegriffen, es werden z.B. Bewegungsübungen in mit Wasser gefüllten Gefässen durchgeführt oder auch kühlende Arm - und Fussbäder angeboten. |
Seniorenhaus St. Elisabeth
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| 2010-07-13 Hitzewelle in Senioreneinrichtungen der Region (cvr) | |