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Stand: 16.10.2014

Pressemitteilung

Alter und Gesundheit

Hauskrankenpflegekurs für pflegende Angehörige

Hauskrankenpflegekus erfolgreich abgeschlossen

Die Absolventen des Hauskrankenpflegekurses im Sommer 2017Pflegende Angehörige wurden von Mitarbeitern der Sozialstation Bruchsal in die häusliche Pflege eingeführt und angeleitet.Julia Häffner

"Arbeit gibt uns mehr als den Lebensunterhalt, sie gibt uns das Leben". Mit diesem Zitat von Henry Ford begrüßte Tanja Brucker, Bereichsleiterin des Bereiches "Alter und Gesundheit" des Caritasverband Bruchsal (CV Bruchsal) am 22. Mai die 12 Teilnehmer des an diesem Tag letztmalig stattfindenden Kurses "Vermittlung von Theorie und Praxis im Umgang mit Pflegebedürftigen".

Der Kurs, der in Kooperation mit der AOK Mittlerer Oberrhein Bruchsal einmal im Jahr kostenlos angeboten wird, ist für pflegende Angehörige konzipiert. Dies nicht nur, um ihnen fachliche und technische Fähigkeiten zu vermitteln. Vielmehr soll den Teilnehmern die Möglichkeit gegeben werden, sich gezielt für eine Stunde an 12 Abenden eine Auszeit zu nehmen und Selbstpflege zu betreiben, wie die Beratungsexpertin und Leiterin des Kurses, Sabine Dorwarth, berichtete. Viele elementare Punkte wurden während dieses Kurses behandelt.

Darunter z.B. die Entscheidung der Pflege, Gestaltung des Pflegeumfeldes, Körperpflege, Inkontinenzversorgung, Lagerung und zu treffende Prophylaxen, Demenz, um nur einige der Kernthemen rund um die Pflege eines Angehörigen zu nennen. Verschiedene Vorträge, sowohl vom CV Bruchsal zu Themen Demenz, Ernährung und Krankheitsbilder im Alter, als auch von der AOK Mittlerer Oberrhein zum Thema Pflegeversicherung und das Thema "Vorsorgevollmacht/Patientenverfügung", referiert vom katholischen sozialen Dienst (SKM) Bruchsal, vermittelten den Teilnehmern viele wichtige Informationen. Ein Besuch beim Sanitätshaus St. Georg in Bruchsal, rundete den Kurs ab.

Der Bereich "Alter und Gesundheit" des CV Bruchsal ist ein großer Akteur auf nahezu allen pflegerischen Ebenen in Bruchsal und Umgebung, was die Bedürfnisse von Pflegebedürftigen selbst, als auch die der pflegenden Angehörigen, angeht. So ist der Fokus neben der stationären Pflege, in einem hohen Maß auf die ambulante und teilstationäre Pflege gerichtet. In der heutigen Zeit, in der die Gesellschaft einen großen demographischen Wandel erlebt, ist es wichtig, Alternativen zum Heimaufenthalt zu schaffen.

Die Gegebenheiten zu vergangen Zeiten, in der es selbstverständlich für die Angehörigen war, die Pflege zu Hause zu übernehmen, haben sich allerdings gravierend verändert. Unter anderem ist dies dem Umstand geschuldet, dass viele pflegende Angehörige vollschichtig arbeiten und auch die Räumlichkeiten unter Umständen nicht gegeben sind. Aber auch wenn die Angehörigen diese Gegebenheiten schaffen können, stehen sie vor der Herausforderung, ihren Angehörigen kompetent zu pflegen.

Genau unter diesen Gesichtspunkten soll den pflegenden Angehörigen in diesem Kurs ein breites Wissen vermittelt werden und vor allen Dingen ein Raum geschaffen werden, in dem sie sich mit Gleichgesinnten austauschen können. Allzu oft entsteht das Gefühl bei den Pflegenden, alleine mit ihren Sorgen und Nöten zu sein.

Das Resümee der Kursteilnehmer war einstimmig, das sie gerade diesen Aspekt als sehr hilfreich und entlastend aus diesem Kurs mitnehmen. Sie bedankten sich aufs Herzlichste bei den Verantwortlichen Sabine Dorwarth, Tanja Brucker und Valeri Maurer für diesen rundum sehr informativen, gelungenen und vor allen Dingen hilfreichen Kurs. Ja, Arbeit dient tatsächlich nicht nur dazu, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, sondern gibt Leben. Die Pflege eines bedürftigen Angehörigen verlangt viel von den Pflegenden und doch bekommen sie viel zurück, die Dankbarkeit.

Weitere Informationen finden Sie unter www.caritas-bruchal.de