Sie alle eint der Wunsch, Menschen in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen und gesellschaftlichen Zusammenhalt aktiv mitzugestalten. Die Einsatzbereiche sind dabei so vielfältig wie die Lebensgeschichten der Engagierten selbst.
Ob in der Begleitung von Familien, in der Unterstützung älterer oder einsamer Menschen oder in der Arbeit mit Geflüchteten - der Bedarf an freiwilligem Engagement ist hoch. Gleichzeitig legt der Verband großen Wert darauf, für jede interessierte Person eine passende Aufgabe zu finden. "Wir erleben tagtäglich, wie wichtig und wirkungsvoll persönliche Zuwendung ist - sei es ein Gespräch, praktische Hilfe oder einfach ein offenes Ohr", sagt Mirjam Krüger, Ehrenamtsbeauftragte.

Sinn stiften und Menschen begleiten
Wie unterschiedlich die Wege ins Ehrenamt sind, zeigt das Beispiel von Ute Onnen, die sich beim Ökumenischen Hospizdienst engagiert. Für sie war der Wunsch nach einer sinnstiftenden Tätigkeit ausschlaggebend - geprägt auch durch persönliche Erfahrungen mit Verlust. Heute begleitet sie Menschen in ihrer letzten Lebensphase: "Ich verschenke Zeit", beschreibt sie ihre Aufgabe. Dabei gehe es vor allem darum, da zu sein, für die Betroffenen ebenso wie für deren Angehörige. Die Begegnungen empfindet sie als große Bereicherung: "Die Hospizarbeit erdet mich ungemein."

Gemeinsam anpacken - etwa bei der Tafel
Ganz andere, aber ebenso wichtige Aufgaben übernimmt Ulrike Rapp bei der Tafel. Dort sortiert sie im Kinderland Waren, zeichnet diese aus und ist im direkten Kontakt mit Kund*innen. Besonders schätzt sie das Miteinander im Team und die Begegnungen im Alltag. Gleichzeitig erlebt sie auch gesellschaftliche Entwicklungen hautnah: "Es kommen mehr Menschen, aber es gibt weniger Waren." Für sie steht fest: Ehrenamtliches Engagement wird an vielen Stellen dringend gebraucht.

Zeit schenken und Gemeinschaft erleben
Im betreuten Wohnen "Am Saalbach" und im Café "Drei Kronen" engagiert sich Karin Heneka. Sie gestaltet den Alltag von Senior*innen mit, sei es beim Basteln, Spazierengehen oder einfach im Gespräch. "Der Kontakt mit den Menschen erfüllt mich", sagt sie. Gleichzeitig zeigt sich auch die emotionale Seite dieses Engagements: Wenn Menschen schwer erkranken oder sterben, ist das oft herausfordernd. Dennoch überwiegt für sie die Bedeutung der zwischenmenschlichen Nähe - gerade in einer zunehmend digitalen Welt.
Auch Margret Saurano, die ebenfalls in dem Bereich aktiv ist, bringt eine lange Geschichte des Helfens mit. Schon vor Jahrzehnten unterstützte sie gemeinsam mit anderen eine Familie in schwieriger Situation. Bis heute ist ihre Motivation unverändert: "Ich helfe einfach gerne." Ihr Engagement mache sie glücklich und sensibilisiere für die Lebenslagen anderer.
Ehrenamt stärkt die Gesellschaft
So unterschiedlich die Tätigkeiten auch sind, eines wird in allen Gesprächen deutlich: Ehrenamt wirkt für die Menschen, die Unterstützung erhalten, ebenso wie für die Engagierten selbst. Es schafft Begegnung, fördert Verständnis und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Oder, wie es eine Ehrenamtliche zusammenfasst: Ohne freiwilliges Engagement würden viele Angebote und Strukturen gar nicht existieren. Gerade in Zeiten wachsender sozialer Herausforderungen sei diese Form des Engagements unverzichtbar.
Einladung zum Mitmachen
Wer sich selbst einbringen möchte oder mehr über die vielfältigen Möglichkeiten erfahren will, hat dazu bald Gelegenheit:
Der Caritasverband Bruchsal lädt herzlich zu einem Informationsstand zum Thema Ehrenamt ein. Dieser findet am Mittwoch, 15. April, von 10:00 bis 13:00 Uhr während des Wochenmarkts in der Bruchsaler Fußgängerzone zwischen Depot und Extrablatt statt. Interessierte können sich dort unverbindlich informieren, Fragen stellen und bei kleinen Snacks und Getränken mit Ansprechpersonen ins Gespräch kommen.